Mittwoch, 26. August 2015

Ich back's mir im August: Streuselkuchen mit Blaubeeren und Vanillecreme

Hallo ihr Lieben,

backen ist eine tolle Sache, noch viel toller allerdings wenn man es gemeinsam tut. Deshalb mache ich diesen Monat endlich auch mal bei der "Ich back's mir" - Aktion vom Blog Tastesheriff mit. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Jeden Monat wird ein Motto verkündet und zum Ende des Monats wird dann gemeinsam gebacken und das Ergebnis gepostet. Diesen Monat war das Motto "Streuselkuchen" und dem bin ich nur zu gerne nachgekommen. Streuselkuchen ist ein Kuchen der immer geht und eigentlich immer lecker ist - ganz egal ob mit Kirsche, Pflaume oder - in meinem Falle - Blaubeeren.
Mein Streuselkuchen ist ein kleiner "Schichtkuchen". Mürbeteig als Unterlage, dann cremiger Vanillepudding, süsses Beerenkompott und als Abschluss goldbraune Streusel. 





Rezept für eine 26 cm Springform:

Teig:

- 300 gr Mehl
- 100 gr Butter
- 100 gr Zucker
- 1 TL Backpulver
- 1 Vanillezucker
- 2 Eier

Alle Zutaten mischen und so lange kneten bis ein Teig entsteht. Mit der Küchenmaschine dauert's nur ca. 2 Minuten. Den Teig zu einer Kugel formen und ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen

Belag:

1 Tüte Vanillepudding fix und fertig nach Anleitung kochen

- 500 gr Blaubeeren (frisch oder TK ist egal) in einem Topf aufkochen, nach Geschmack etwas zuckern und zur Seite stellen.

Streusel:

- 100 gr Mehl
- 75 gr Butter
- 2 EL Zucker

Butter schmelzen. Mehl und Zucker mischen. Butter zugeben und mit den Knethacken vom Handrührgerät so lange durchkneten bis Streusel entstehen. Oder von Hand bröseln, aber dann die Butter etwas abkühlen lassen vorher! 

Nun den Teig vom Boden aus dem Kühlschrank holen und etwa 2/3 davon für den Boden benutzen. Aus dem restlichen Teig einen dünnen Rand hochziehen. Geht am besten in dem man eine "Rolle" formt, diesen an den Rand legt und dann gleichmässig platt drückt.
Den Vanillepudding auf dem Boden verteilen. Dann die Beeren draufschichten und zum Schluß die Streusel drüberbröseln.
Den Kuchen im Ofen bei Ober - und Unterhitze bei ca. 180 Grad goldbraun backen. Das dauert etwa 35-40 Minuten. Kuchen rausholen und ganz auskühlen lassen bevor er geschnitten wird. Keine Angst wenn die Beeren etwas "hochkochen" im Ofen. Sobald der Kuchen kalt wird sinken die Beeren wieder nach unten. 
Tipp: Mürbeteig darf noch etwas weich sein wenn er aus dem Ofen kommt. Er härtet beim Erkühlen noch nach. Also lieber früher als später aus dem Ofen holen.




Ich wünsche Euch eine schöne Restwoche! :-)

LG, Karin 

P.S Wünscht mir Glück: Ich muss nämlich in 4 Tagen ins Krankenhaus um abzuklären wie unser kleiner Bauchzwerg geboren werden kann / soll / darf. Bei meiner Tochter hatte ich einen Kaiserschnitt und daher bin ich etwas nervös das ich wieder einen über mich ergehen lassen muss.  

Sonntag, 23. August 2015

Kleines Workout für die Arme gefällig? super schokoladige Sachertorte!

Hallo ihr Lieben,

es gibt ja so ein paar Kuchen die zu den absoluten Klassikern zählen: Käsekuchen, Streuselkuchen, Schwarzwälder Kirsch usw. Und dazu gehört wohl auch die Sachertorte.
In meinem Falle: Schon 1000 mal gehört, aber noch nie ausprobiert. Bis jetzt! 



Wir sind heute Nachmittag auf ein Grillfest eingeladen und da sollte natürlich auch jeder etwas mitbringen. Gerne auch Kuchen. Problematik: Keine Möglichkeit den Kuchen zu kühlen da es draußen stattfindet. Was nun? Jegliche Torte mit Quark, Sahne o.ä würde bei diesen Temperaturen sofort weglaufen bzw schlecht werden. Also habe ich mal wieder Google bemüht und nach einem Kuchen gegoogelt der möglichst nicht gekühlt werden muss und etwas kreativer herkommt als ein Marmorkuchen. Da bin ich dann über die Sachertorte gestolpert. Sozusagen ein Rührkuchen deluxe mit - Zauberwort - viiiiel Schokolade! 

Weil so ein Schokoladenkuchen leider nicht sehr spektakulär aussieht, habe ich meinen mit Kokosflocken verziert. Bevor nun ein Aufschrei aus Österreich kommt: Ich bin mir bewusst das Kokos auf einer original Sachertorte nichts zu suchen hat ;-) Aber ich mach's trotzdem - ätsch! 



Rezept für Sachertorte (26 cm Springform)

- 150 gr Butter
- 150 gr dunkle, geriebene Schokolade (min. 50% Kakaoanteil)
- 50 gr Puderzucker
- 7 Eigelb

- 7 Eiweiß
- 1 Prise Salz
- 70 gr Zucker

- 190 gr Mehl
- 60 gr Speisestärke
- 2 Prisen Backpulver
- 20 gr Kakaopulver

- 1 Beutel Schokoladenglasur

 - 1/4 Glas Aprikosenkonfitüre

** Wer mag: ca. 3 EL Rum


Die Butter in groben Stücken in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Sobald sie kocht über die geriebene Schokolade geben und so lange mit dem Schneebesen rühren bis sich Beides verbunden hat.
Nun den Puderzucker unterrühren. Ein Wasserbad mit kalten Wasser richten und die Schüssel mit der Schokomasse reinstellen. Nun die Eigelbe nach und nach einarbeiten. 

Wenn das getan ist: Mehl, Stärke, Backpulver und Kakao mischen und sieben.

Eiweiß mit Zucker und einer Prise Salz schlagen.

Mehlmischung und Eischnee abwechselnd zur Schokolade geben. Mit einem großen Löffel von Hand unterrühren. Das ist nichts für Weicheier und geht wirklich seeehr in die Arme! Aber es lohnt sich weil der Teig sehr fluffig und luftig wird. (Ähnlich wie ein Biskuit)
Wenn alles vermischt ist den Kuchen bei 180 Grad Ober - und Unterhitze für ca. 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Den Kuchen ganz auskühlen lassen, dann in zwei Böden teilen. 

Wer mag kann nun den unteren Boden mit Rum tränken. Da ich schwanger bin und zudem Kinder mit am Tisch habe ich das nicht getan sondern bin gleich zum nächsten Schritt weiter:

Beide Böden mit Konfitüre bestreichen, dann wieder zusammen setzen. 

Nun die Glasur schmelzen und den Kuchen damit glasieren. 
Ich habe dann noch etwa 2 EL Kokosflocken auf dem Kuchen verteilt. Man könnte aber natürlich genauso gut noch ein Muster auf den Kuchen malen oder diverse andere Dekoideen umsetzen. 

Ich hoffe euch gefällt das Rezept! 

Ich wünsche Euch einen tollen Sonntag :-)

LG, Karin 

Montag, 17. August 2015

Mein neuer Liebling: der Pizzastein + Rezept für knusprig krossen Pizzateig & aromatische Tomatensauce

Hallo ihr Lieben,

ich bin verliebt! In meinen neuen Pizzastein! Falls mein Mann das liest: Sorry Schatz! ;-) 
Aber nun mal Spaß beiseite: Was ist ein Pizzastein und wieso liebe ich meinen so sehr?

Also: Ein Pizzastein ist im Grunde eine Steinplatte, die man in den normalen Ofen legen kann um darauf Pizza oder auch Brot zu backen. So ein Stein heizt sich extrem gut auf und gibt die Hitze dann wieder an den Teig ab. Das Ergebnis ist grandios: der Teig wird richtig schön knusprig und ist einfach wow - sorry für die Wortwahl, was Besseres ist mir nicht eingefallen ;-)  

Jedenfalls hatte ich schon gefühlte 100 Jahre so einen Stein auf meiner Wunschliste und hatte mich  bisher nicht dazu durchgerungen einen zu kaufen. Jetzt im Nachhinein: Echt doof - denn als bekennender Pizzafan ist mir da wirklich etwas entgangen. 

Beim Gebrauch eines Pizzasteines gibt es eigentlich gar nicht mal viel zu beachten. 

1) nicht nass abwischen da der Stein sonst die Flüssigkeit aufsaugt und beim nächsten Erhitzen zerspringen könnte. Wenn er doch nass geworden ist 1 Woche trocknen lassen!

2) kein Spülmittel verwenden da der Stein den Geschmack der Seife annehmen könnte

3) Verkrustungen und Flecken mit dem Schaber vom Ceranfeld abmachen und ganz hartnäckige Flecken mit Schmirgelpapier abschmirgeln. 

4) Den Stein vor Gebrauch 40 Minuten bei 250 Grad (bzw dem höchsten was der Ofen kann) aufheizen lassen

Nachdem ich diverse Rezessionen im Internet gelesen habe, habe ich mich übrigens für diesen Stein entschieden:

Vesuvo V38301 Pizzastein- / Brotbackbackstein Set für Backofen und Grill / eckig / 38x30 cm / mit Pizzaschaufel und Pizzamehl

Da ich natürlich neugierig war, habe ich sofort eine Pizza backen müssen als er ankam: Tatatataaa:





Äh ja, ein bisschen unförmig geworden das Ding, was? Entschuldigt bitte das Bild. Das habe ich nur schnell mit dem Handy geschossen. Ich dachte eigentlich nicht das ich es für den Blog brauchen würde.  

Sehr praktisch bei diesem Modell ist übrigens das eine Pizzaschaufel aus Holz im Lieferumfang enthalten ist. Damit bekommt man die Pizza um einiges besser in den Ofen als wenn man es von Hand versucht. Die Pizza bekommt man gut von der Schaufel runter wenn man sie vorher mit Hartweizengrieß bestreut. 

Wer jetzt übrigens Lust auf Pizza bekommen hat, dem empfehle ich folgenden Teig: 


Für 3 Pizzen:

- 400 gr Mehl
- 1/2 Würfel frische Hefe
- 2 EL Olivenöl
- 250 ml lauwarmes Wasser
- 1 TL Salz

Die Hefe im Wasser auflösen. Alle restlichen Zutaten in eine Schüssel geben, Hefe-Wasser-Mischung drübergießen und von der Maschine etwa 5 Minuten zu einem elastischen Teig kneten lassen. Zur Kugel formen, 1 Stunde abgedeckt gehen lassen und danach zu drei Kugeln teilen. Pizzaboden ausrollen, belegen und sofort backen. 

Und natürlich darf auch eine aromatische Sauce als Grundlage nicht fehlen:

- 1 Dose gehackte Tomaten
- 2 EL Tomatenmark
- 100 ml Wasser (wer mag auch trockenen Rotwein)
- 1 Charlotte
- 2 Zehen Knoblauch
- ca. 2 EL getrockneter Oregano
- Salz, Pfeffer und etwas Zucker nach Geschmack
- etwas Olivenöl

Die Charlotten fein würfeln und in heißem Öl kurz andünsten. Knoblauch pressen und zugeben.
Mit den Dosentomaten ab und Wasser ablöschen. Tomatenmark zufügen. Dann die Gewürze. 
Etwa eine halbe Stunde einkochen lassen bis die Sauce so dick ist das sie nicht von der Pizza läuft. 

Anmerkung: Die Sauce ist etwas zu viel, lässt sich aber gut einfrieren und beim nächsten Mal wieder verwenden. 

Der Pizzastein ist übrigens auch sehr gut dazu geeignet um Brot zu backen.
Mein Brot wurde mir unten immer ein wenig weich, wenn ich es auf dem Backblech gebacken habe und nun ist es wunderbar knusprig.

Habt ihr auch einen Pizzastein oder überlegt ihr ob ihr euch einen anschaffen sollt? 
Erzählt mir davon, ich freue mich davon zu hören :-) 





* Dieser Post ist nicht gesponsert, aber bei dem Link handelt es sich um einen Affliliate Link *

Donnerstag, 6. August 2015

Schokolade geht immer: gekühlte Marzipanwölkchen #Geschenke aus der Küche

Hallo ihr Lieben,

Um ehrlich zu sein habe ich diese super leckeren Marzipanwölkchen bereits vor ein paar Wochen gemacht, aber leider bin ich bisher nicht dazu gekommen sie zu posten. 

Das wird nun also endlich nachgeholt! Mein Tipp: Die Wölkchen im Kühlschrank lassen und eisgekühlt genießen - bei diesem Wetter würden sie wohl andernfalls auch sofort wegschmilzen.




Rezept für ca. 20 Marzipanwölkchen

- 100 gr Marzipanrohmaße
- 50 gr gemahlene Haselnüsse
- 1 "Schluck" Kaffeelikör oder Schokolikör oder Sahne oder.....
- 100 gr dunkle Kuvertüre 
- 2 EL gehackte Haselnüsse für die Deko

Im Prinzip ist das Ganze sehr simpel. Einfach die Rohmaße mit den gemahlenen Nüssen vermengen und mit etwas Likör oder Sahne verrühren bis die Maße so weich ist das man sie ohne Problem durch eine große Tülle spritzen kann. 
Die Maße dann in den Spritzsack einfüllen und Wölkchen auf ein Backpapier spritzen.
Das Ganze über Nacht an der Luft trocknen lassen. Am nächsten Tag mit Kuvertüre glasieren und zur Deko in den gehackten Nüssen wenden. Dann ab in den Kühlschrank und bis zum Genuß auch dort lassen. Das hart werden dauert nicht sehr lange, ca. 1 Stunde. Wenn's schneller gehen soll einfach eine Weile in den Tiekühler legen.



Ich wünsche Euch einen schönen Sommertag :-) 

LG, Karin 


Samstag, 1. August 2015

Kartoffelbrot mit Walnüssen // Potato Bread with walnuts

Hallo ihr Lieben,

der Sommer legt bei uns gerade eine Pause ein - es ist kühl und regnet.
Endlich mal wieder Temperaturen die einem erlauben mehr Zeit in der Küche zu verbringen.

Wie schon mal erwähnt habe ich dieses Jahr in eine anständige Küchenmaschine investiert und seit dem backe ich regelmässig und mehrfach die Woche unser Brot fürs Abendessen selbst. Damit keine Langeweile aufkommt benutze ich unterschiedliche Rezepte und experimentiere mit verschiedenen Mehlsorten.

Das folgende Brot habe ich mal so ähnlich beim Bäcker gekauft und war ganz erstaunt das es trotz Kartoffel im Teig nicht "kartoffelig" schmeckt. Im Gegenteil - es ist ganz locker und leicht wie ein Baguette, aber durch die Kartoffel auch saftig -einfach mhhh! Das Rezept habe ich bei Chefkoch.de gefunden, aber dann noch ein bisschen abgeändert. Ich verwende keine Haselnüsse aus Allergiegründen und weniger Wasser. 




Das Rezept für zwei Baguette - Brote:

- 500 gr Mehl Type 405
- 500 gr mehligkochende Kartoffeln
- 30 g frische Hefe
- 1 TL Salz
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1 Ei
- 200 gr gehackte Walnusskerne
- ca. 50 ml Wasser 

Und so wird's gemacht:

Die Kartoffel kochen, pellen und zur Seite stellen. Etwas Kartoffelwasser auffangen und darin die Hefe auflösen.
Die Nüsse in einer Pfanne leicht anrösten und zur Seite stellen. 
Mehl mit Salz und Koriander mischen.
Die Kartoffeln durch eine Presse drücken und mit dem Mehl mischen.
Aufgelöste Hefe, das Ei und die Nüsse zugeben. Den Teig verkneten und etwas Wasser zugießen. Nicht gleich die ganzen 50 ml auf einmal. Ich habe die Erfahrung gemacht das dieser Teig je nach Qualität der Kartoffeln mal mehr oder auch weniger Wasser benötigt. Also vorsichtig!
Alles zu einem kompakten Teig kneten und dann mindestens eine Stunde abgedeckt ruhen lassen. Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat kann man zwei Brote formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, wieder abdecken und nochmal eine Stunde ruhen lassen. Die Brote bei ca. 220 Grad Ober - und Unterhitze für ca. 30 Minuten knusprig braun backen.

Ich wünsch Euch ein schönes Wochenende! LG, Karin 


Donnerstag, 16. Juli 2015

Sauerkirsch Gelee oder auch: Wieso Lotte und ich keine Freunde wurden

Hallo ihr Lieben,

der Sommer ist im vollem Gange und so langsam tragen auch hier im Schwarzwald endlich die Bäume Früchte. Das dauert hier auf dem Berg leider immer ein wenig länger als bei den Nachbarn am Bodensee oder der Rhein-Main-Gegend. Mein Mann und meine Tochter waren diese Woche voller Elan damit beschäftigt die Kirschen unseres Sauerkirschbaumes zu pflücken.
Rund 1 Kilo haben sie pflücken können, an den Rest sind sie selbst mit Leiter nicht dran gekommen. Naja die Vögel werden sich freuen! ;-)  



So, nun hatte ich also einen Eimer voll Sauerkirschen und ehrlich gesagt überhaupt keine Lust diese winzigen Dinger zu entsteinen. Meine Mutter meinte dann "Koch Sie weich und dann lässt du sie durch die flotte Lotte." Die flotte was?! Die flotte Lotte! Das ist ein Küchengerät bzw eigentlich eher ein Sieb das mit Hilfe einer Drehscheibe Obst durch das besagte Sieb drücken kann. Eigentlich sehr simpel gemacht. Man füllt das Obst ein (gekocht) und oben wird dann gekurbelt und unten kommt das Muß raus. Soweit die Theorie. Da ich keine Lotte kaufen wollte, war meine Schwiegermutter so freundlich mir ihre auszuleihen. 



Die Sauerkirschen waren dann auch schnell gewaschen, entstielt und weich gekocht. Doch nun kam das Elend: Sauerkirsch - Kern - Maße einfüllen, die Drehscheibe aufsetzen und drehen....ja....ging nicht! Eine Umdrehung und die Fruchtmaße war AUF der Scheibe und nicht mehr drunter. Ooookay...also etwas Maße wieder rausgenommen und wieder versucht zu drehen. Eine Umdrehung geschaft und krrrrrrr - die Drehscheibe hängt fest. Kirschkerne drunter verklemmt, es geht nichts mehr. Fluchen meinerseits....Ich habe dann noch ein paar Versuche unternommen....riesen Sauerrei - Kirschkerne die durch die Küche wie Gewehrkugeln fliegen, meine Hände tief lila verfärbt (Handschuhe wären schlau gewesen!). Extrem genervt und frustriert habe ich die liebe Lotte dann auf den Abwasch geknallt und das komplette Fruchtmuß durch ein Sieb gestrichen. Von Hand! Mit einem Teigschaber! Verlust gab es trotzdem da sich ein wenig Fruchtfleisch partou nicht vom Kirschkern lösen wollte. Ich habe dann aufgegeben und den Rest in den Müll geworfen.

Die hart erkämpften 500 gr Fruchtmuß-Saft-Mix haben übrigens genau 1 1/2 Gläser Gelee ergeben. Also nicht wirklich viel. 




Für alle, die noch nie ein Gelee bzw Marmelade gekocht haben, sei das folgende Rezept:

- 750 ml Fruchtmuß bzw Saft 
- 500 gr Gelierzucker 2:1 
- 1 Spritzer Zitronensaft (wenn die Frucht sehr süss ist)

Wenn man mehr oder weniger Frucht hat, kann man den Zucker dementsprechend anpassen. Für 500 ml Saft reichen z.B 330 gr Zucker. 

Natürlich kann man dann noch weitere Zutaten zufügen. Ich habe an unser Sauerkirschgelee noch ein wenig Zimt gegeben. Aber da gibt es natürlich unglaublich viele Kombinationen die sich eignen: z.B passt Vanille gut zu Erdbeeren, Banane zu Kirsch, Zimt zu Pflaume usw. Und einen ordentlichen Schuß Rum kann man sicherlich auch je nach Fruchtsorte mal dazu geben. 

Das Kochen der Marmelade bzw dem Gelee ist dann auch wirklich easy - peasy. Einfach die Maße mit dem Zucker mischen solange es noch kalt ist. Dann auf dem Herd bei starker Hitze zum Kochen bringen (ab und zu rühren) und sobald das Ganze dann sprudelnd kocht genau 4 Minuten kochen lassen. Dann in die vorbereiteten Gläser füllen, gut verschließen und die Gläser auf den Kopf stellen. Bitte nicht wie ich vergessen, die Gläser nach ca. 10 Minuten wieder richtig rum zu drehen. Bei mir ist nämlich das Gelee dann falsch rum hart geworden *räusper*

Lotte habe ich übrigens am nächsten Tag wieder aus meiner Küche verbannt. Freundschaft gekündigt! Fristlos ;-) 

Liebe Grüße, Karin 

P.S Verfärbungen vom Kirschsaft kriegt man mit Zitronensaft und Backpulver relativ gut wieder weg - aber Handschuhe zu tragen ist sicherlich schlauer ;-) 

Mittwoch, 1. Juli 2015

Summer Basics: Brötchen, Weckle, Semmeln, Schrippen..... // German Rolls

Hallo ihr Lieben,

nun ist es soweit: der Sommer ist in vollem Gange. Es ist so richtig heiß und der Herd bleibt bei den meisten von uns aus.
Und die einschlägigen Foodblogs sind voll von leckeren Salatrezepten, Grillgemüse, Dips, Saucen und eisgekühlten Drinks. 

Und was mache ich? Ja, ich poste die Mutter aller Beilagen zu Salat, Grillgemüse und co. :
Brötchen - auch bekannt als Weckle, Semmeln, Schrippen oder was auch immer! 
Diese sind zwar nicht ganz so fotogen wie die bunten Salate und Saucen, jedoch nicht weniger lecker und als Basic dazu einfach unerlässlich.

Da ich vor einiger Zeit endlich in eine anständige Küchenmaschine investiert habe, ist es für mich nun endlich auch eine Leichtigkeit Brot und Brötchen zu backen die innen luftig und außen knusprig sind. Kein Vergleich zum Handkneten früher! 


keine Zeit für gestellte Bilder, sondern Schnappschüsse vom Realife - Mittagstisch ;-) 

Mein Rezept für 15 Brötchen:

- 500 gr Mehl (Ich habe Type 700 benutzt)
- 10 gr Salz
- 1/2 Würfel Hefe bzw 1 Päckchen Trockenhefe
- 5 gr weiche Butter
- 2 Prisen Zucker (ca. 2-3 g)
- ca. 280 - 300 ml kaltes Wasser

Und so einfach gehts:

Das Mehl sieben. Salz, Fett und Zucker zugeben. Die Hefe im Wasser auflösen und ebenfalls zugeben. Von Hand oder eben mit der Küchenmaschine zu einem schönen, glatten Teig kneten und dann erst Mal eine halbe Stunde gehen lassen.
Die Wassermenge richtet sich nach der Mehlsorte. Ich habe 280 ml genommen und dann nochmal einen kleinen Schluck nachgegossen nachdem der Teig zu trocken war. 
Brötchen formen, auf ein Backblech legen und nochmal abgedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen.
Die Brötchen nach etwa 15 Minuten mit einem scharfen Messer einschneiden.

Den Ofen auf 240 Grad  (Ober - und Unterhitze) aufheizen. Ich gebe dann gerne 1-2 Tassen Wasser auf ein Backblech das mit im Ofen ist und pinsle auch zusätzlich die Brötchen noch mit Wasser ein für eine ideale Kruste. Backzeit ist etwa 18-20 Minuten. 

Am besten frisch und noch warm genießen! :-) 

Die Brötchen können natürlich auch nach Belieben noch mit Körnern verfeinert oder z.B mit Käse überbacken werden. Mit hausgemachter Kräuterbutter sind sie ebenfalls sehr lecker!  


Liebe Grüße, Karin 




Hey everyone,

summer has finally arrived here and its so hot outside that nobody really bothers to cook.
Its time for bloggers to share their fancy summer salads, bbq - sauces and ice cold drinks and what am I up to?
I bake german rolls, known as "Brötchen", "Weckle" or "Semmeln" here - the side dish to every salad, grilled vegetables or bbq - food.
Rolls aren't quite as beautiful on pictures than salads are, but they're not less delicious.

Here is my recipe for 15 rolls:

- 500 gr flour (I used "Type 700")
- 10 gr salt
- 25 gr fresh yeast
-  5 gr butter 
- 2 pinces of sugar
- approx. 280- 300 ml cold water

Mix the flour with salt, sugar and butter. Add yeast to the water and mix it. Add the water-yeast-mix to the rest and knead the dough until its smooth.
Let it rest for 30 minutes, form the rolls and put them on your baking sheet.
Let it rest another 20 minutes. Cut the rolls with a sharp knife after 15 minutes.
No coat the rolls with water and add another 2 cups water on a seperate baking sheet below.
Bake the rolls for 18-20 minutes in the preheated oven. (240° Celsius)

These rolls go nicely with all kind of seeds and grains or even with a topping of cheese.
I also really enjoy them with fresh herb butter. 

See you soon! Karin